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Kronen Zeitung

vor 5 Stunden
FC Bayern MünchenFC Barcelona

EHRLICHE AUSSAGEN

„Das war bei Real einfach dumm von Camavinga“

Matthias Mödl

Sonntag Chelsea – Manchester City, Dienstag Atletico Madrid – FC Barcelona und Mittwoch Bayern München – Real Madrid – hinter Dennis Salioski und Filip Milenov, die in den sozialen Medien als „wearebossvienna“ mit ihren Videos Hunderttausende Follower unterhalten, liegen drei besondere Stadionerlebnisse. Der Höhepunkt war natürlich das 4:3-Spektakel in München. Salioski, glühender Real-Fan, sagte zur Gelb-Roten-Karte von Madrids Camavinga: „Das war einfach dumm von ihm.“


Dennis war in der Allianz Arena gefühlt der Einzige mit Real-Dress im Sektor. Noch dazu hatte er Arda Güler am Rücken stehen: „Aber die Leute um uns herum waren sehr cool.“ Zum Jahrhundert-Spiel meinte das Duo, das auf Einladung von Topps dabei war: „Wenn du ein geiles Fußball-Spiel beschreiben willst, musst du nur auf dieses Match verweisen. Wer das nicht gesehen hat, der hat wirklich etwas verpasst.“

Bild: We are Boss Vienna

Begeistert waren sie von der Stimmung: „Es war unglaublich, wie laut es schon beim Aufwärmen der Mannschaft war. Nach dem Fehlpass von Manuel Neuer und dem 0:1 in der ersten Minute war es kurz ruhig, da hättest du eine Stecknadel fallen können. Aber nach ein paar Sekunden kam schon wieder der Support von den Rängen. Riesigen Respekt an die Fans.“ Nach dem Spiel tauschten sich die beiden Wiener mit vielen Leuten aus. Einhelliger Tenor: „So eine Stimmung gab es noch nie in der Allianz-Arena.“

Bild: We are Boss Vienna

Zur entscheidenden Situation, der gelb-roten Karte von Eduardo Camavinga, sagten Saliosi und Milenov: „Das einfach dumm von ihm. Auch wenn es vom Schiedsrichter kleinlich war, war es Zeitspiel. Im Gegensatz zum Schiri, der nach seiner Aussage nach dem Match die erste gelbe Karte von Camavinga vergessen hatte, hat er um seine Verwarnung gewusst. Und man muss auch ehrlich sagen, dass Real in der ersten Hälfte bei einigen Pfiffen gut weggekommen ist. Es hat sich am Ende eigentlich alles ausgeglichen. Unter dem Strich war Bayern besser und ist verdient aufgestiegen.“

Filip, der als Mitglied des FC Barcelona mit zwei Wiener Freunden (sie schauen regelmäßig im „Pointers“ im ersten Wiener Gemeindebezirk zusammen die Barca-Spiele) bei der Verlosung tatsächlich drei der 50 Euro teuren 3000 Gästefan-Tickets für das Viertelfinal-Rückspiel in Madrid am Dienstag bekommen hatte, analysierte auch das Ausscheiden seiner Lieblinge ehrlich: „Ich verstehe nicht, dass sie nach der schnellen 2:0-Führung weiter auf einer so hohen Linie gespielt haben. Das machen sie schon die ganze Saison. Das ist mit zu viel Risiko verbunden. Sie haben sich aus meiner Sicht selbst geschlagen.“

Ihr erstes Spiel an der Stamford Bridge erlebten sie als Gäste von FussballTour Sonntag mit gemischten Gefühlen: „Von außen schaut das Stadion aus wie ein Wiener Gemeindebau. Aber innen war es hochmodern mit coolen Bars. Sogar die Klos waren richtig lässig. Dazu gab es die geilsten Fries, die wir je gegessen haben. Aber die Stimmung war nicht wirklich besonders. Die City-Fans hast du mehr gehört als die Chelsea-Anhänger.“

Was ist ihnen generell bei ihrem Job als Influencer wichtig“ „Slang und Dialekt sind entscheidend, das haben wir selbst auf dem Fußballplatz und in den diversen Kantinen gelernt. So etwas darf nicht aussterben. Dazu ist uns Humor ganz wichtig. Auf unseren Kanälen soll man lachen und abschalten können.“ Ihr jüngster Termin in Dortmund mit Österreichs neuem Teamspieler Carney Chukwuemeka war besonders lustig.

„Vieles haben wir selbst erlebt“
Ihre Philosophie? „Wir wollen niemandem etwas aufzwingen. Jeder soll für sich entscheiden, wie er leben will. Wir machen und zeigen einfach das, was uns taugt. Natürlich schlüpfen wir für manche Dinge in Rollen. Aber insgesamt sind wir einfach nur wir selbst.“ Nachsatz: „Und vieles, was in unseren Videos vorkommt, haben wir selbst erlebt. Deswegen können sich wahrscheinlich viele Follower damit identifizieren.“

Dennis („Ich war als eher schmächtiger Spieler ein dreckiger Sechser, kämpfte und biss, war eine lästige Gelse“) spielte früher bei der Austria und der Vienna, Filip („Ich begann als Linksverteidiger, später war ich dann auch Sechser, manchmal auch Zehner“) bei Wienerberg, FAC, Sportclub und Neusiedl.

Bei der WM in den USA dabei
Auch bei der WM werden sie in den USA dabei sein: „Wir sind fix beim ersten Match von Österreich gegen Jordanien dabei. In welcher Rolle verraten wir jetzt aber noch nicht.“ Was sie allerdings schon verrieten: In einem anderen Zusammenhang wurden sie auch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angeschrieben. Die beiden Influencer kommen mit ihrer natürlichen Art in vielen Bereichen gut an.

Mit das schönste Lob erhielten Salioski und Milenov 2022 von David Alaba, als sie mit ihm auf Einladung von adidas bei der Eröffnung seines Fußballkäfigs im Wiener Arenbergpark kickten. Er verabschiedete sich von ihnen mit den Worten „Weiter so, ihr habt’s an Poscher.“

Eine Vorliebe für die „Zangler“
Dennis und Filip lachen: „Da haben wir gewusst, dass er unsere Videos kennt. Klar, es taugt uns, wenn Profifußballer die Sachen, die wir machen, gut finden. Wir wollten ja früher auch einmal Profis werden. Jetzt sind wir aber auch nah am Profifußball dran. Das gefällt uns natürlich. Es ist immer spannend, Kicker kennenzulernen.“ Und sie knüpfen schon früh Kontakte, sind Stammgäste bei der Schülerliga und dem „Krone“-Hallencup.

Generell gefallen ihnen die „Zangler“: „Kreative Spieler machen einfach den Unterschied. Früher einem Ronaldinho oder heute einem Lamine Yamal schauen wir einfach gerne zu. Da weißt du, dass immer etwas passiert, wenn sie am Ball sind.“ Im österreichischen Nationalteam sind sie große Fans von Christoph Baumgartner („er ist derzeit einer der Besten in Europa“), Konrad Laimer („er ist einfach eine Maschine, der kann alles“) und Michael Gregoritsch („Gregerl ist einfach Kult“).

„Gregerl“ holte mit Adiletten im Spar Leberkäs-Semmeln
Mit dem Steirer schreiben sie regelmäßig: „Bei dem Dreh für Topps in der Trafik auf der Mariahilfer Straße hatten wir richtig viel Spaß miteinander. Er ist einfach ein leiwander und extrem lustiger Typ. Wir wissen auch noch genau, wie er mit Adiletten in den Spar reingegangen ist und Leberkäs-Semmeln organisiert hat. Mit ihm waren wir sofort auf einer Welle, als ob wir uns schon lange kennen würden.“


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